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Herbstmail 09 - Values

Kurz vor der erwartungsvollen, ruhigen Zeit des Dezember; ein Lebenszeichen

HeYOuThere!

 

 

J.P. Sartre meinte

Um die Menschen zu lieben, muss man sehr stark hassen,

was sie unterdrückt“.

 

Wenn es Herbst wird in Deutschland dann überkommt mich, neben einer tiefen Depression, hin und wieder dieser maßlose Hass auf dieses 'was'.

 

Qualität:

Mein Chef hat neue dienstliche Laptops besorgt.

Statusgeräte; auf der Insel der Seligen, dem öffentlichen Dienst, als kleines Schmankerl, an die Belegschaft gewährt.

Die Preise sind gefallen für die Wunderkisten. Plattenplatz kostet 'nix' mehr und die Arbeits-Speicher heutiger Geräte, könnten den gesamten Inhalt meines ersten PC mehrfach aufnehmen.

Das Blut der Menschen in den Minen des Kongo, welches an dem Coltan in den Chips klebt, liegt tief im Herzen des schillernden Geräts verborgen.

Auch die geschundenen Arbeitsmigranten in China, welche mit Ihren geschickten Händen die Teile zusammengesetzt haben, sind nicht in der Produktbeschreibung erwähnt.

Die Leistung des Rechners wird gespeist aus der atomaren Steckdosen. Lebensdauer und Energieverbrauch und Verarbeitung machen mir ziemlich Sorgen.

Ja sicher es gibt sie noch die Qualität. Aber in der Massenware unserer schnelllebigen Zeit finde ich sie nicht. Wo ist der Buddha in den Dingen?

 

Das Diktat der elitären Finanz Globalisierung hat mich wieder mal persönlich erreicht.

Es allein scheint unser gesellschaftliches und privates Leben in jedem Moment zu bestimmen.

Die Frage nach den wirklich drängenden Problemen und dem Sinn unseres Daseins wird nicht gestellt. Auch wenn uns die Glücksforschung völlig andere Ziele im Leben als wichtig aufzeigt.

Der Staat und die Politik sind längst Knechte des Wirtschaftssystems geworden.

Er kann uns keinen Rahmen und Garantie für die Gesellschaft garantieren oder auch nur Impulse und Richtungen vorgeben.

 

Es liegt an uns, jedem Einzelnen, dem Treiben ein Ende zu setzen.

Liebe Freunde, es ist 5 nach 12!

All die zarten Pflänzchen des Aufbruchs, des Widerstands, der Alternativen brauchen Eure Hilfe.

Aufruf zur Mitgestaltung unserer Zukunft in Demokratie, Wirtschaft ,Kultur!

 

'Wir sind zu schwach.' 'Wir sind zu wenige' 'Wir können doch nichts ändern'. 'Es ist doch längst zu spät'. 'Ich muss erst mal sehn, dass ich für mein Teil zurecht komme'. '“Die“ werden das schon irgendwie regeln'. 'Es ist doch alles gar nicht so schlimm'. 'Bis jetzt ist doch noch nix schlimmes passiert'. 'Das ist doch Jammern auf höchstem Niveau'. 'Nie ging es uns besser als heute'. 'Ich halte mich da raus'. 'ich ziehe mich lieber ins private zurück'.

 

Tut mir Leid, mit solche Argumenten werden wir in die Krise stürzen. Und keine Mauer der Welt wird hoch genug sein sich ein eigenes kleines Paradies zu erhalten. Und es wird nicht nur eine finanzielle Krise sein.

 

Niemand hier soll sagen er/sie habe es nicht gewusst.

Alle 15 Minuten wir ein Mensch durch ein deutsches G3 Gewehr getötet.

Alle 5 Minuten stirbt ein Kind an den folgen von Hunger, Wassermangel, Landminen, fehlender Medizin.

In Nigeria verseucht pro Monat eine Tankerladung Öl, von der Menge des EXXON Valdes Desasters, fruchtbares Schwemmland im Niger Delta.

Public Private Partnership zerstört auf Betreiben der WTO, Weltbank und des Welt Wirtschaftsforums, überall auf der Welt, die Grundlagen unserer Allmende (Wasser Verkehr Bildung Gesundheit Demokratie Sozialsysteme Kultur).

250 Millionen Menschen sind direkt von der Klimakatastrophe betroffen. Über 2 Milliarde Menschen werden sehr bald ohne ausreichend Trinkwasser sein. Bei uns in Westen verkommen die demokratischen Strukturen zur Farce.

Es regieren Geld, Egoismus, der System Error Kapitalismus, die Konkurrenz und der Sozialdarwinismus.

 

Das Alles ist von Menschen gemacht und kein Naturgesetz!

 

Die Menschen in Süd Amerika, in Südost Asien haben begonnen die Allmende zurück zu erobern. Wir sollten davon lernen (z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/Evo_Morales).

Wir können durch ein bedingungsloses Grundeinkommen unsere Demokratie erneuern und die Schere zwischen Arm und Reich verringern (http://www.bge-nr.de ).

Wir können sparsam sein, mit Ressourcen und der Natur (http://www.guetekraft.net/).

Wir können achtsam sein zu unseren Partnern, Freunden, Geliebten, Kollegen, Fremden.

Wir können uns gegen Unterdrückung und Bevormundung, abstruse Patente wehren.

Es ist möglich unsere Spargroschen sozial und ökologisch zu investieren (zwar ohne 25 % Rendite aber mit einem mehr an Lebensqualität http://www.gls.de/).

Wir können uns vernetzen, austauschen, helfen, informieren, aufklären.

Wir können kleine Nothilfe Gemeinschaften bilden und uns direkt engagieren.

Alternativen aufbauen, leben. Neue Lösungen finden. Jetzt und im Kleinen anfangen.

Wir können Betriebe, Universitäten, Amtsstuben, Parlamente besetzen, unter Druck setzen. Petitionen einreichen (http://www.steuer-gegen-armut.org/ ).

Welche Ethik wollen wir? Wie ist unser Menschenbild?

 

Bürgerbewegungen, Soziale Bewegungen gären lange als kleiner Sauerteig in der Gesellschaft, doch Ihre Kraft durchdringt schon bald die gesamte Bevölkerung.

 

Für Anregungen, Kritik, Diskussionen, Vorschläge, Aktionen bin ich weiterhin bereit.

http://www.kuddiversum.de

 

Beste Grüße!

 

Im heißen Herbst 2009.

 

 

kuddi

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