Gürtel enger schnallen?
Sommer 2010 Revolnewletter
HeYOuThere,
Es ist Zeit noch ein paar Fragen los zu werden. Bevor ein Teil der Menschheit wieder im Taumel des nationalen Fußballs versinkt. Zeit bevor die nächsten apokalyptischen Reiter die nächste Sau durch das Land treiben.
Verlassen nun die Ratten das sinkende Schiff? Oder was hat Deutschlands radikalsstmoeglicher Aufklärer Roland K. vor? Oder hat er doch den Flug nach Bora Bora schon gebucht?
Oder will er jetzt doch Bundespräsident werden?
Dann könnten wir ja weiter munter 'Unsere' Rohstoffe auf dieser Welt mit Soldaten verteidigen! Endzeitstimmung?
Selbst die paranoiden Israelis übertreffen sich in ihren extremen Reaktionen.
Eine Menge Fragen haben sich angehaeuft. Warum erzaehlen uns die Fuehrer und Eliten aller Laender wir sollen sparen; weil wir in der Not seien?
Heisst das alte Sprichwort nicht: 'Spare in der Zeit so hast Du in der Not?'
Gibt es auch ein Sprichwort : Spare in der Not, so ...... Hm wie geht das wohl weiter?
Sicherlich haben ich über meine Verhältnisse gelebt. Mein ökologisch. Fußabdrück ist ziemlich tief, das gebe ich ja zu.
Wer aber, wie sehr über seine Verhältnisse gelebt hat, bleibt Nachprüfens wert.
Wie lange erträgt ein Volk das einseitige Kürzen den Lebensgrundlagen der Unterschichten?
Wer ein System wie unsere Marktwirtschaft will, der muss auch dafür sorgen, dass alle an dieser Gesellschaft teilnehmen können.
Denn Systemimmanent ist: Ohne die Teilhabe an diesem System kann niemand würdevoll existieren, ob er will oder nicht, er hat keine Wahl. Dieses System erfasst eben nicht nur die Wirtschaft sonder leider auch Kultur- und Rechtsleben.
Warum ist es so schwer eine alternative zu dem Leben im Haben zu entwickeln.
Ist es ganz abwegig immer noch auf eine gerechtere, sozialere Gesellschaft zu pochen?
Gibt es nicht eine bessere Alternative?
Prof Barkhoff hat einmal gesagt:
'Brot ist zu wichtig als das man es verkaufen könnte. Man muss es verschenken.'
Und wenn wir noch ein kleines bisschen Mehr an Nachdenklichkeit entwickeln, werden wir nicht vielleicht bald verschenken wollen, was für das Leben der Menschen notwendig ist.
So etwas wie ein bedingungslosen Grundeinkommen scheint mir dringender denn jeh.
(Was nebenbei gesagt im Gaza Streifen die effektivste und billigste Lösung wäre?)
Ist die Idee der Allmende, der Commons ein Konzept den ach so erfolgreichen Kapitalismus einzudämmen.
Die Frage 'Wie wollen wir leben' ist jeden Tag neu zu stellen.
All diese Unwägbarkeiten und düsteren Nachrichten. Zu negativ?
Können nicht unsere, ach so friedlichen Verhältnisse, in kurzer Zeit radikal verwandelt sein?
Sting hat mal in einem schön sentimentalen Liedchen geträllert:
If blood will flow - when flesh and steel are one
Drying in the colour of the evening sun
Tomorrow´s rain will wash the stains away
But something in our minds will always stay.
Perhaps this final act was meant
To clinch a lifetime?s argument
That nothing comes from violence
And nothing ever could For all those born beneath an angry star
Lest we forget how fragile we are
On and on the rain will fall like tears from a star, like tears from a star
On and on the rain will say how fragile we are, how fragile we are
On and on the rain will fall like tears from a star, like tears from a star
On and on the rain will say how fragile we are, how fragile we are
How fragile we are, how fragile we are
Wir sind viel verletzlicher als wir es uns eingestehen wollen.
Vulkanasche in der Luft - ein paar Finanzhai an der Börse - ein kleines Feuer auf einer Bohrinsel - ein Stromausfall für Minuten - eine Störung auf einem Server im Internet - und das ganze schöne System wackelt in den Grundfesten.
Ob gefühlt, wie Schnee und glatte Straßen im Winter, oder real wie der plötzliche Tod eines lieben Menschen, warum wir das Gefühl der begrenzten Kontrolle über die Dinge haben ist egal. Doch ist es vielleicht eine Chance Solidarität, Verständnisses und Achtsamkeit in uns zu erwecken?
Schönen Sommer Euch allen.

