Befindlichkeiten der Gesellschaft im Frühling 2009 HeYOuThere! Traurigkeit, Wut, aber auch Hoffnung und Aufbruchstimmung sind einmal mehr die Beweggründe Euch mit einer neuen Ausgabe des Revolnewletter zu belasten. So ziemlich alles ist nicht originär von mir, sonder Abklatsch denkender Menschen all überall in unseren Gesellschaften. Ein langer Winter geht zu ende. Die Sonne steigt jeden Tag höher und wärmer. Oder doch nicht? (Vielleicht ist ja der warme Golfstrom bereits versiegt aber niemand sagt das uns! Medienmacht?) Unser Land unsere Gesellschaft liegen in einer Starre. Ein Schockzustand. Wie bei großen Erdbeben reißen die gepflegten Landschaften auf und gähnende Abgründe tuen sich auf. Wir blicken in aufgeplatzte Wunden, welche schon viel zu lange unter der Oberfläche brodelten. Wie Eiterbeulen treten die Vulkane der Probleme über die seichten Ebenen des normalen Lebens hervor. Sie spucken die schleimigen, unangenehmen Wahrheiten unserer Gesellschaft über die Menschen aus. Kommen diese Verwerfungen ohne Ursachen über uns? Schicksale? Haben wir es geahnt? Wussten wir um die Ursachen, um die Gefahren? Hatten wir selbst einen Anteil an diesen Kriesen? Kriesen, Chancen, Schlußfolgerungen. Kinder, Kinder. Wenn unsere Kinder Menschen in unseren Schulen töten. Die Gründe scheinen so vielfältig. Meine eigene schulische Geschichte ist im Grunde aber symptomatisch, auch wenn ich nicht zum Amokläufer geworden bin. Daher darf ich hierzu Stellung nehmen. Ohne eine wirklich humane, demokratische, liebevolle, falsche Bewertungskriterien freie, sozial lernende, kränkungsfreie, integrative Schule wird dieses Problem eher zunehmen. Ein Spiegel unserer Gesellschaft ist die heutigen Schule.Ego-shuter-spiele, Ellenbogengesellschaft, Wärmelosigkeit, Bindungslosigkeit. All das spiegelt sich bei unseren Kindern und Ihrem sozialen Umfeld wieder. Was soll das? Die Kinder verstehen nicht warum Sie nach Leistungen eingestuft werden – warum Sie nicht als Individuum, als Person gesehen werden. Hört doch bitte endlich auf Kinder nach Leistung zu sortieren. Schon allein aus Eigeninteresse - Wir können es uns nicht leisten auch nur ein Talent auszusondern, ab zu speisen, unbeachtet zu lassen. „Hilf mir es selbst zu tun“ als Maxime der Schule wäre ein schöner Anfang. Liebevolle Begleitung der Eltern und Lehrer, ist das nicht ganz selbstverständlich? Aber unsere Gesellschaft der Ellenbogen bezieht auch noch die abhängigsten, die Kinder, mit ein in Ihr System des Mobbing ohne verlässliche Bindung und ohne Vertrauen. Solidarität wird zu Gunsten von egoistischen Vorteilen gering geschätzt. Eltern und Lehrer die keine Gefahr sind für die Kinder, sondern Rollenmodelle die respektiert werden können, ist das denn so schwer?. Finanzen, Arbeitsplätze, Solidarität In unserer sogenannten Demokratie stehen Wahlen an. Erschreckend die Prognosen. Die Brandstifter der globalen Misere erfreuen sich großer Zuneigung. Habe ich irgend etwas wichtiges verschlafen? Das Casino der End-Solidarisierung wankt im Taumel des Absturzes und allerorten wünscht man sich zurück zu den guten alten Wachstumsmärkten, zu Resourcenverschwendung und maximalprofit? Kein Hinweis auf eine begrenzte Welt mit gleichberechtigten Chancen für alle. Und so stehen wir auf den Schultern von Riesen ohne den Ausblick auf eine andere Gesellschaft zu erahnen. „Arbeitsplätze erhalten“ ist die Devise. „Die Menschen brauchen die Arbeitsplätze“ so schalt es. Ich meine die Menschen brauchen ein Einkommen, das ist viel wichtiger. Arbeiten tuen die Menschen von ganz alleine. Wer das nicht glaubt schaue sich die Werke unserer Vorfahren an. Oder denkt Irgendjemand immer noch das sei alles das Werk von Sklaven? Warum können wir unser Errungenschaften nicht solidarisch leben? Der Mensch braucht nichts wichtiger als den Menschen. Warum werden wir nicht müde unserem Nächsten das Brot nicht zu gönnen, welches in ausreichendem Maße vorhanden ist. Sicher ist der Wegfall von Privilegien schmerzlich. Aber wenn durch unser Handeln alle mit dem selben Aufzug zur Hölle fahren werden auch wir nicht froh dabei sein. Die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen für alle berührt uns seltsam fremd. Aber wir sollten uns von der Vorstellung lösen, es handele sich dabei um ein Almosen oder eine Alimentierung, wie das zur Zeit mit der Sozialhilfe geschieht. Ganz im Gegenteil. Es ist ein Rechtsanspruch und eine Herausforderung der Solidarität aller Bürger, aus seinem eigenen Selbstverständnis heraus. Es schafft Sinn, in einer immer sinnloser erscheinenden Welt. Es gibt Hoffnung, Stabilität und Kraft zur Lösung der großen Herausforderungen unseres Zeitalters. Wie schon gesagt wir leben in einer begrenzten Welt, und zwar alle zusammen, und es wäre töricht, jemanden auszuschließen. Und jeder kann mithelfen das Leiden in der Welt zu verringern. Ein wenig Achtsamkeit und eine Menge Demut. Dann kann man/frau auch ruhig mal fordern was dem Menschen zusteht. Würde, Gerechtigkeit und Teilhabe. Und das kann ganz schön spass machen! Schaut Euch um! Informiert Euch (z.B. Freie Radios) .